Neu hier? Werde gleich Mitglied! Lies hier über die Vorteile.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

6 6

Picknick

Von Feierabend-Mitglied Montag 20.08.2018, 23:05 – geändert Dienstag 21.08.2018, 18:34

Schon als ich frühmorgens durch meine sonnendurchflutete Wohnung spazierte, wusste ich, es wird ein herrlicher Tag werden.

Nach dem Frühstück telefonierte ich mit meiner Freundin, und wir beschlossen, in die Natur zu fahren, und auf einer Wiese zu picknicken. Wir sprachen schnell durch, wer was vorbereitet und in welche Gegend wir fahren wollten.

Am späten Vormittag fuhren wir dann über eine Landstrasse, wir wollten nicht die Schnellstrasse nehmen, hatten wir doch genügend Zeit. Immer schnell schnell, nein das ist nicht gut.

Irgendwann kamen wir auf *unserer Wiese an, die oberhalb eines kleinen Dorfes lag. Herrlich, da war weit und breit niemand zu sehen, nur wir zwei Hübschen durften es uns auf der großen grünen *Naturdecke bequem machen. Aber nicht lange, denn plötzlich wurde unser Gänsegeschnatter jäh unterbrochen. Unsere nackten Körperteile fingen höllisch an zu brennen, Arme, Beine und Dekolleté sind gemeint.

Wir stellten fest, dass irgendjemand dort Brennnesseln plaziert hatte, wo wir eben lagen. Vielleicht mit Absicht? Vielleicht hat eine eifersüchtige Ehefrau sie dort hingelegt, die genau wusste, dass sich dort ihr Ehemann mit seiner Geliebten vergnügen würde? Ja, solche Dinge kamen uns in den Kopf, Frauen eben, nur ihnen fallen solche Hinterhältigkeiten ein, oder? Wir waren albern wie zwei Schulmädchen, sehr große Schulmädchen allerdings.

Nach dem gelöschten Brand auf unserer nackten Haut, beschlossen wir, umzuziehen, nur ungefähr zehn Schritte weiter. Natürlich kontrollierten wir den Platz und legten unsere mitgebrachte Decke auf die Wiese, bevor wir uns auf's Essen stürzten. Hungrig wie zwei Bärinnen waren wir inzwischen, und genossen die Hähnchenschenkel, den Tomatensalat und die gebackenen Auberginen in vollen Zügen, dazu gab es Wasser. Anschließend ein Käffchen, den ich aus einer Thermoskanne servierte. Ja, und dann? Dann legten wir unsere Köpfen auf die kleinen Kissen, und schauten ins Himmelblau...

und ich ließ meiner Fantasie freien Lauf. Erzählte meiner Freundin die Geschichte mit der Maus, die sich an irgendeinem Tag in meine Wohnung verirrte. Schmunzelnd und irgendwie selig blickend, hörte sie zu. Ein Gesichtsausdruck, der meine Fantasie weiterhin anspornte, soweit, dass ich irgendwann bei einem Grizzlybär ankam, der irgendwann auf meinem Balkon lag, einfach so.

Sie kennt mich sehr gut, und ließ mich erzählen und erzählen, solange, bis wir mit offenen Mündern vor uns hinschnarchten, aber nur ein viertel Stündchen etwa. Danach, wir fühlten uns fit wie... na ja, ist egal. Auf jeden Fall machten wir dann noch einen ausgiebigen Spaziergang über Wiesen und Felder, und genossen die Natur mit all ihren Farben und Gerüchen, die wir in der Stadt nun mal nicht haben. Viele Bilder speicherten wir in eine Kamera, um sie uns später in aller Ruhe anzuschauen.

Und die Sonne lachte...


@jones99

Bildquelle: Pixabay com.

Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten